„Strafe muss sein, wenn die systematische Beschnüffelung, die auch Kündigungen zur Folge hatte, beweisbar ist. Bisher wurden doch nur die Beschäftigten bestraft.“, so Vermeer.
Den Angaben zufolge hatte die Staatsanwaltschaft Dortmund im vergangenen Jahr bereits wegen vergleichbarer Vorwürfe vergeblich gegen KiK ermittelt. In mehr als 49.000 Fällen hatte das Unternehmen die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Creditreform abgefragt. Die Staatsanwaltschaft hatte damals aber nicht nachweisen können, dass dies mit der Absicht geschehen ist, den Betroffenen systematisch zu schaden.
„Wozu diente denn sonst die Beschnüffelung von fast 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?“, fragt Vermeer. „Wenn die Staatsanwaltschaft jetzt nicht aktiv wird, fordern wir als LINKE 49.000 Strafverfahren gegen die Verantwortlichen, einen Massenprotest in den Filialen des Billiganbieters und Demonstrationen vor der Firmenzentrale in Unna.“