„Alles muss getan werden, um den Ablauf der Katastrophe genau zu untersuchen und zu klären, wer dafür die Verantwortung trägt. Eine Pressekonferenz am Sonntag im Rathaus vertuschte mehr als Klarheit zu schaffen. Dabei wurde u.a. die Zahl der Teilnehmer erheblich heruntergespielt und so getan, als wären alle Sicherheitsmaßnahmen in Ordnung gewesen.Nach den bisherigen Erkenntnissen und zahlreichen Augenzeugenberichten sowie Filmdokumenten waren jedoch keineswegs die zu Tode Gekommenen schuld an der Massenpanik.
Es war dagegen unverantwortlich, 1,4 Mio. Menschen auf ein eingezäuntes Gelände einzupferchen, auf dem nur Platz für höchstens 600. 000 Menschen war. Unfassbar ist, dass nur ein einziger Röhren-Zu- und Abgang durch eine Rampe im Tunnel Karl-Lehr Straße zugelassen wurde, wo es zu den vielen Toten und Verletzten kam. Die vorher geäußerten Sicherheits-Bedanken der Stadt Bochum und von anderen wurden offenbar aus Profit- und Profilierungssucht der Stadt Duisburg in unverantwortlicher Weise ignoriert.
DIE LINKE betont: Die Organisatoren aus Duisburg, der sich auf der Pressekonferenz seltsam ahnungslos gebende Oberbürgermeister Sauerland, die Einsatzkräfte der Polizei und der dafür verantwortliche Innenminister werden sich einer Reihe von Fragen und Vorwürfen stellen müssen und dürfen sich nicht in Ausreden flüchten. DIE LINKE erwartet, dass eine unabhängig kontrollierte hotline für Betroffene und Augenzeugen eingerichtet wird und eine externe staatsanwaltliche Ermittlung erfolgt, wo nichts beschönigt oder vertuscht werden darf.“