Tach zusammen,
Es herrscht Aufschwung in der Wirtschaft, so tönt es durch die Medien. „Ist ja toll“, denkt man/frau sich dabei, „jetzt wird vieles besser, Löhne steigen, Preise fallen, Leute werden eingestellt, weniger Arbeitslose.“
Wäre ja zu schön gewesen, ganz schnell aus der Traum. Nun heißt es in den Medien, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen auf zwei Wochen Urlaub im Jahr verzichten. Dies, da durch den Aufschwung bedingt mehr produziert werden müsse, nicht etwa weil die ArbeitgeberInnen so sehr an ihren Leuten hängen und sie nicht so lange vermissen möchten.
Rein theoretisch könnte man/frau ja auch mehr Leute einstellen um die anfallende Arbeit zu bewältigen. Gut, ich räume ein, das würde den Unternehmen natürlich mehr Geld kosten, wäre aber erheblich sozialer. Da spielen die aber nicht mit, sozial scheint nicht deren Ding zu sein. Dann lieber doch mehr aus den ArbeitnehmerInnen rausholen.
Vielleicht sollten wir langfristig doch wieder die 60-Stunden-Woche einführen, oder am allerbesten die Leibeigenschaft wie seinerzeit im Mittelalter. Dann bräuchten wir auch keine Gewerkschaften und Tarifverträge mehr, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden zum Eigentum der Konzerne.
Da kann ich nur sagen: „Willkommen im Mittelalter.“
Schönen Tag noch,
Euer Siggi